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Zehn spektakuläre Softwarefehler

16.01.2012

Schon einfache Fehler in Software können verheerende Folgen haben. Denn sie ärgern nicht nur die Nutzer, sondern führen mitunter zu gravierenden finanziellen Schäden in Unternehmen und zu schweren Imageverlusten. Hier die zehn spektakulärsten Fälle des vergangenen Jahres.

1. Eine saftige Strafe und Rückzahlungen von insgesamt 240 Millionen US-Dollar verhängte die US Finanzaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) über einen internationalen Finanzdienstleister. Der hatte zuvor einen Fehler in einer Software-Anwendung eines Investment-Fonds vertuscht und damit hohe Schäden bei den Anlegern verursacht.
2. Hunderttausende Gehaltszahlungen verzögerten sich, als durch einen Software-Fehler bei einer der größten Banken in Japan landesweit rund 5.600 Geldautomaten für 24 Stunden ausfielen. Um die Systemwiederherstellung zu beschleunigen, mussten alle 38.000 Geldautomaten vom Netz genommen werden und mehrere Tage lang war kein Online-Banking möglich. Erst nach einer zehntägigen Verzögerung konnte die Bank alle Lohnüberweisungen mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar (über eine Milliarde Euro) bearbeiten.
3. Ganze fünfeinhalb Stunden lang uneingeschränkt Geld an 40 defekten Geldautomaten abheben konnten Kunden im australischen Sydney, Melbourne und Brisbane. Ermöglicht wurde dieser überraschende Geldsegen durch eine Störung in der Datenbanksoftware, welche die Automaten in den Stand-by-Modus versetzte. Dadurch erkannten die Geräte weder die Grenze des Tageslimits, noch wussten sie, ob das Konto ausreichend gedeckt war.
4. Einen Datenrückstau auf den Endgeräten von Millionen Kunden verursachte der Netzwerkausfall bei einem weltweit führenden Smartphone-Hersteller. Betroffen waren die Regionen Europa, Afrika als auch der Mittlere Osten und Lateinamerika. Nachträglich musste das Unternehmen mehrere Milliarden E-Mails abarbeiten. Der Netzwerkausfall war auf ein Rechenzentrum in Großbritannien zurückzuführen, wo zudem auch das Reservesystem versagte.
5. Zu früh gefreut, hieß es für über 20.000 Teilnehmer der Greencard-Lotterie, die bereits über den baldigen Erhalt ihre Arbeitserlaubnis in den USA jubelten. Ein Programmierfehler führte zu einer unfairen Ziehung der Greencard-Gewinner, die gegen das US-Gesetz verstieß. Alle Ergebnisse wurden revidiert und die Verlosung wiederholt.
6. Über 3.600 Defekte in einem Computersystem und Probleme bei der elektronischen Übertragung von Informationen führten dazu, dass im australischen Bundesstaat New South Wales 22 unschuldige Personen als kriminell deklariert und festgenommen wurden. Das fehlerhafte System kostete 54,5 Million Neuseeland-Dollar (über 31 Millionen Euro). Danach hagelte es Sammelklagen zu Schadenersatz wegen unrechtmäßiger Verhaftung und böswilliger Strafverfolgung.
7. Durch einen Software-Fehler erfassten und verschickten Finanzämter bei bis zu 600.000 deutschen Steuerzahlern falsche Lohnsteuerdaten. Dabei verwechselte die Software beispielsweise die Religionszugehörigkeit, löschte bisher gültige Freibeträge und vertauschte bei Ehepaaren die Lohnsteuerklassen »drei« und »fünf« miteinander.
8. Brandgefährlichen Folgen musste sich ein japanischer Fahrzeughersteller stellen und knapp eine Million Autos zurückrufen. Die Ursachen waren unter anderem elektrische Fensterheber, die zu einem Brand führen konnten. Darüber hinaus rollten 26.000 Fahrzeuge durch einen Programmierfehler im Motormanagement wie von Geisterhand selbsttätig vor und zurück, sobald der Fahrer den Motor abwürgte. In Deutschland waren von diesem Fehler knapp 2.400 Autos betroffen.
9. Vertrauliche Einblicke in Bank- und Kundendaten erhielten Anwender durch einen Software-Fehler. Nach der persönlichen Anmeldung an einem neu eingeführten elektronischen Ticketsystem eines deutschen Logistik- und Reiseunternehmens, konnten nachfolgende Nutzer sämtliche Daten ihrer Vorgängers einsehen: von der Adresse über die Telefonnummer bis hin zur Bankverbindung.
10. Fehlerhafte Software behinderte die Armee im Kriegseinsatz: Eigentlich sollte der Einsatz eines 2,7 Milliarden Dollar (über zwei Milliarden Euro) teuren Computersystems der US-Armee durch Echtzeitinformationen zur Aufklärung und Überwachung beitragen und eine Analyse der Ist-Situation vor Ort liefern. Stattdessen behinderte es die an der Front kämpfenden Truppen in Afghanistan und im Irak: Das System schaffte selbst einfache analytische Aufgaben nicht und reagierte verzögert, sobald es mehrere Personen gleichzeitig nutzten. Besonders peinlich: Die Software war nicht kompatibel mit der bereits in der US-Armee existierenden.


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