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IT bremst deutsche Firmen aus

16.06.2014

Immer mehr Unternehmen brauchen eine flexible IT-Infrastruktur, um ihrem schwankenden Bedarf an Rechen- und Speicherleistung gerecht zu werden. Die vorhandenen Betriebsmodelle sind darauf aber häufig nicht ausgerichtet.

Das ist das Ergebnis einer Studie, mit der HP das Analystenhaus techconsult beauftragt hat. Demnach haben fast 40 Prozent der Firmen mit einem sprunghaft ansteigenden Bedarf an Speicher- und Rechenkapazität zu kämpfen - Kapazitätserweiterungen dauern aber im Schnitt drei Monate. Die Folgekosten verspäteter Anpassungen belaufen sich im Schnitt auf 71.000 Euro. Bei 13 Prozent der befragten Firmen hat langsame IT sogar den Geschäftsbetrieb in Gefahr gebracht.

Für die Studie wurden IT-Verantwortliche in 300 deutschen Unternehmen mit einer Größe ab 200 Mitarbeitern befragt. Ziel war es, den hiesigen Markt für die Dienstleistung »HP Flexible Capacity« zu analysieren, bei der IT-Infrastruktur im Rechenzentrum des Kunden nach Bedarf bereitgestellt und nach Nutzung abgerechnet wird.

Den Umfrageergebnissen zufolge schwankt bei 76 Prozent der Unternehmen grundsätzlich der Bedarf an Speicher- und Rechenleistung im Jahresverlauf, fast die Hälfte dieser Schwankungen kann nicht vorhergesehen werden. Der konkrete Anpassungsbedarf hat sich dabei in den letzten fünf Jahren vervielfacht. Während im Jahr 2009 nur 14 Prozent der befragten Firmen ihre IT-Infrastruktur mindestens einmal im Jahr erweitern mussten, waren es im vergangenen Jahr bereits 58 Prozent. Gleichzeitig stieg in diesem Zeitraum die Zahl der IT-Erweiterungen bei den betroffenen Firmen von einem auf nahezu vier Fälle pro Jahr. Eine solche Erweiterung dauert im Durchschnitt drei Monate und erfordert ein durchschnittliches Investitionsvolumen von 347.000 Euro. Letzteres umfasst die Kosten für IT-Infrastruktur und Arbeitskosten. Insbesondere große Unternehmen ab 5.000 Mitarbeitern rüsten ihre IT-Infrastruktur häufig nach. Der Durchschnitt über alle befragten Unternehmen lag im vergangenen Jahr bei 3,9 Fällen, in großen Unternehmen fielen mit durchschnittlich 7,3 Fällen deutlich mehr Nachrüstungen an.

Von den Befragten Firmen betreiben 67 Prozent ihre IT-Infrastruktur selbst. Neben der Sicherung einer guten Servicequalität und der Gewährleistung der Verfügbarkeit nannten die IT-Verantwortlichen eine flexible Infrastruktur als eine der wichtigsten Voraussetzungen, um die Geschäftsanforderungen zu erfüllen. Als Gründe für den steigenden Bedarf an Speicher- und Rechenleistung nannten die Unternehmen neue Projekte, veränderte interne Prozesse sowie höhere und sich schnell verändernde geschäftliche und technische Anforderungen. »Unsere Studie belegt einen kontinuierlich steigenden Bedarf nach flexiblen Anpassungen der IT-Infrastruktur. Die lange Dauer der IT-Erweiterungen steht dem aber im Weg. Die Folge können Qualitätseinbußen, Systemausfälle oder unzufriedene Kunden sein«, sagt Bertrand Humel van der Lee, Leiter des Technologie-Support-Geschäfts bei HP Deutschland


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