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Trends in der Enterprise-IT: Hardware ist die neue Software

12.02.2018

OpenStack und Software-definierte Infrastrukturen werden nach Ansicht des Softwareunternehmens SuSE auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle spielen. Diese Technologien helfen Unternehmen, die steigende Komplexität im Griff zu behalten und der explodierenden Datenmengen Herr zu werden. Dank der wachsenden Nachfrage nach virtuellem Speicherplatz wird OpenStack und SDI weiterhin oben auf der Liste sehen.

Im Konkurrenzkampf zwischen Hardware und Software gewann zuletzt die Software-Infrastruktur. Neue Trends wie Machine Learning, Deep Learning und der Vormarsch von Quantencomputern werden jedoch verstärkt Anforderungen an die Hardware stellen. Besonders die Bedeutung von Quantencomputing, welches spezialisierte Verarbeitungseinheiten zur Optimierung bestimmter Arten von Berechnungen einsetzt, wird in den nächsten Jahren stark zunehmen. Der Markt hierfür wird auf 500 Millionen US-Dollar im Jahr 2023 geschätzt. In diesem Zuge wird auch die Bedeutung der Hardware-Landschaft wieder steigen.

Zahlreiche Studien aus dem letzten Jahr zeigen: Die Sicherheitsbedenken gegenüber der Cloud zerstreuen sich mehr und mehr. War in der Vergangenheit hauptsächlich die Private Cloud vertrauenswürdig genug, um sensible Unternehmensdaten zu hosten, erkennen immer mehr Unternehmen das Potenzial hybrider Strukturen. Sei es der Wunsch nach mehr Kosteneffizienz, höherer Flexibilität oder besserer Kollaborationsmöglichkeiten – die hybride Cloud ist in der Unternehmens-IT angekommen. In diesem Jahr gilt es für die IT-Teams nun, ihre Strategien auf cloud-native Anwendungen auszurichten, um von sämtlichen Vorteilen profitieren zu können.

Das Open-Source-System Kubernetes automatisiert die Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von Container-Anwendungen. 2018 wird es um die Feinjustierung gehen: Die Kombination von Containern und PaaS-Angeboten wird besonders DevOps-Teams zu größerer Produktivität verhelfen. Zudem wird 2018 der Fokus verstärkt auf Sicherheit, Service-Interoperabilität, Lagerung und Management der Container liegen. Während sich die Reife und Adoption weiterentwickeln, wird eine weitere Frage sein, ob auf Kubernetes basierende Lösungen konsolidiert werden und sich daraus bereits in diesem Jahr Unternehmen bilden, die sich auf das Management der Container und der zugehörigen Services spezialisieren.

In den kommenden Monaten geht es darum, herauszufinden, wie man verschiedene neue Technologien wie das Internet der Dinge und künstliche Intelligenz kombinieren kann. Die Kombination von Big Data und Analysen mit KI ist ein gutes Beispiel für Technologien, die sich miteinander kombinieren lassen, um effektiver zu arbeiten. Um hier Erfolge zu erzielen, werden sich Unternehmen öffnen und mit Wettbewerbern zusammenarbeiten müssen. Sich auf offene Standards zu fokussieren und die Vorteile der Open Source zu nutzen, ist daher entscheidender als je zuvor, Eigenentwicklungen oder proprietäre Ansätze werden auf Dauer den immer höheren Anforderungen an Interoperabilität nicht gerecht werden können.


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