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Ein Bürogebäude, das mit Menschen interagiert

17.10.2017

Der historische Hauptsitz der Fondazione Agnelli in Turin wurde mittels Internet-of-Things-Technologien (IoT) in ein hochmodernes Bürogebäude umgewandelt. Das Projekt, das von Siemens Building Technologies realisiert wurde, zeigt, wie herkömmliche Arbeitsplätze durch Digitalisierung zu den intelligenten Arbeitsplätzen von morgen werden. Das neue Bürogebäude, das 3.000 m2 für Co-Working bietet, wurde Mitte Juni eröffnet.

Das Konzept sieht vor, durch Geolokalisierung der Menschen, die sich im Gebäude aufhalten, in Echtzeit optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dies bedeutet ein effizienteres Management der Gewerke im Gebäude und gleichzeitig höheren Komfort für Gebäudenutzer in Bezug auf Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung, Zugang und Raumverfügbarkeit.

Hunderte von Sensoren überwachen die unterschiedlichsten Gebäudedaten, darunter auch den Aufenthaltsort der Gebäudenutzer, jedoch ohne diese persönlich zu identifizieren. Sensoren prüfen ständig die Temperaturen, CO2-Konzentration und Verfügbarkeit von Meeting-Räumen. Ein auf Smartphones und angepassten Tags basierendes Drei-Achsen-Indoor-Positioning-System erfasst und überträgt Präsenz- und Standortdaten der Gebäudenutzer. Auf Basis dieser Daten werden die Gebäudesysteme entsprechend gesteuert. Das Indoor-Positioning-System ist in Desigo CC integriert, dem Gebäudemanagementsystem von Siemens zur Steuerung von Klima, Beleuchtung, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Alarmierung und Raumbuchung. Alle Systemfunktionen lassen sich in Echtzeit abhängig von der Anzahl der Personen im jeweiligen Bereich anpassen.  Das System kann über eine App bedient werden. Mit der App können die Menschen ins Gebäude einchecken, mit Kollegen interagieren, Meeting-Räume buchen und die Umgebungseinstellungen individuell anpassen.

Dazu ein Kommentar: BIG DATA im Büro

Es ist noch gar nicht lange her, da standen Handelsketten wie Lidl und andere unter Verdacht, ihre Mitarbeiter mit Kameras zu überwachen. Ein Aufschrei ging durch das Land von wegen Privatsphäre, Arbeitsrecht etc. Die Aufregung war groß, die Datenschützer auf dem Plan.

Wenn ich dann heute lese, wie Siemens in Italien in einem Bürogebäude ein Big-Data-Konzept umsetzt, dann war der Kamera-Einsatz von damals wohl nur Kindergeburtstag. Da werden die genauen Aufenthaltsorte der Mitarbeiter per Geolokalisation in Echtzeit registriert. Da überprüfen Sensoren den CO2-Gehalt der Luft, die Temperatur, die Luftgeschwindigkeit, den Lichteinfall, den Stromverbrauch, die Zahl der anwesenden Personen. Jedes Betreten und Verlassen eines Büros wird registriert, der Besprechungsraum kann über eine App gebucht und überwacht werden.

Siemens versichert, dass die Daten anonym sind. Das System weiß also nicht, wer da gerade eine ausgedehnte Kaffeepause macht oder wer, weil er trotz einer fiebrigen Erkältung im Büro ist, die Kühlung mehr beansprucht. Es weiß nicht, dass es Frau Müller ist, die eine geschlagene halbe Stunde mit ihrer Kollegin Rezepte austauscht oder Herr Meier, der zum Rauchen heimlich das Fenster öffnet.

Gleichzeitig weist Siemens darauf hin, dass das neue System mit Zutrittskontrolle und Videoüberwachung gekoppelt ist. Da kann es ja gar nicht wissen, wer gerade wo ist!

Optimale Arbeitsumgebung, effektive Energienutzung, höchster Komfort – mit diesen Attributen wird das System gepriesen. Intensive Mitarbeiterüberwachung, gesteigerte Arbeitseffizienz durch permanente Beobachtung, eingeschränkte Bewegungsfreiheit – das sind die Attribute, die verschwiegen werden!

Wollen wir das wirklich?


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